Das war echt der Oberhammer und solch ein Schauspiel sieht man nicht alle Tage: knapp 40 Teilnehmer des Frankenballoncups starteten zu ihrer zweiten Wertungsfahrt am Sonntag vom Feuerstein aus und beeindruckten die Zuschauer mit ihren himmischen Giganten bei herrlichem Wetter und tollen Morgenstimmungen.

Ausschlaggebend für die Startentscheidung EDQE waren die Vorhersagen der Windstärke auf dem exponierten Feuerstein. Chefmeteorologe Michael Noll hat diese aber beeindruckend genau vorhergesagt und die Bestätigung von Ort gab ihm Recht: der eiskalte Ostwind lies in seiner Stärke nach und sorgte für nahezu ideale Startbedingungen in der herrlichen Morgenstimmung bei glasklarem tiefblauen Himmel und super Sichten.

Der Frankenballoncup hat lange Tradition und die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland angereist, kein Wunder: die Wettfahrten dienten auch der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft und am Start war auch einige Ballonsportprominenz in Form von Deutschen, Europa, und sogar Weltmeistern und Teilnehmern des legendären Gordon-Bennet-Rennen. Die Organisatoren um Manfred Eckstein und Stafan Handl hatten alles richtig gemacht und so gab auch Petrus grünes Licht mit nahezu perfekten Startbedingungen.

Was für ein Erlebnis, das geordnete Treiben des Aufrüstens aus nächster Nähe mitzuerleben und dann die majestätischen Luftfahrtgeräte staunend in den Himmel entschwinden zu sehen. Bei der ersten Aufgabe sollte ein Sandsack möglichst nahe eines am Boden markierten Zielkreuzes bei Drosendorf abgeworfen werden. Und auch für uns Laien war zu bestaunen, mit welchen taktischen Finessen die Ballöner diese Aufgabe angingen: zunächst fuhren die Gefährte in die scheinbar falsche Richtung nach Bamberg, um dann durch geschickte Höhenwechsel am Ende doch recht nahe ans Ziel zu kommen - Respekt vor diesem meteorologischem Wissen und luftsportlichen Können!

Zwar wissen wir nicht, wer am Ende das Rennen gemacht hat. Aber sicher ist, dass es den Teilnehmern und uns bestens gefallen hat und einmal mehr war unter uns Zuschauern zu spüren: die Faszination des Luftsports ist ungebrochen!

Frankenballon 1

Nicht nur ein, sondern gleich drei Dutzend gigantische Ballone waren bei herrlichem Wetter am Feuerstein zu bestaunen

Frankenballon 2

Erst dachten wir "die treffen doch niemals das Kreuz in Drosendorf" - pfeifendeckel: auf die richtige Höhe und den dortigen Windrichtungen kommt es an!

Frankenballon 3

Echt irre, so vielen Ballonen auf einmal hinterherkucken zu dürfen. Und zu beobachten, wohin der Wind sie dabei treibt....

Frankenballon 4

Eine Etage tiefer brachte die erhoffte Nordkomponente die Flotte schon näher Richtung Drosendorfer Zielkreuz

Frankenballon 7

Es war ein richtiges Erlebnis auch für unsere Flugleiter, quasi interdisziplinären Dienst zu verrichten

Frankenballon 6

Unglaublich imposant sind diese gigantischen Luftsportgeräte; und fahren scheinbar federleicht nach dem Prinzip "leichter wie Luft"

Frankenballon SH

 Was für ein geniales Bild aus dem Ballonkorb, besten Dank an Stefan Handel für diese Eindrücke vom Start auf dem Feuerstein!